Nach der Sommerpause steigen wir wieder in die Informationsreihe beim bdp zur Gemeinde-/Communitypsychologie ein. Am 15. September wird Prof. Dr. Bernd Röhrle einen Beitrag zu „Gemeindepsychologische Perspektiven einer Prävention psychischer Störungen: Ausgangspunkte, Möglichkeiten und Beispiele“ geben. Der Referent zeigt verschiedene Möglichkeitsräume auf, in denen kontextuell unterstützende Maßnahmen zu einer Prävention psychischer Störungen beitragen können.

Für die Gemeindepsychologie ist der Vorrang der Prävention verpflichtend. Dabei stehen verhältnisorientierte Interventionen im Vordergrund. Diese Haltung ist zugleich mit dem Wissen verbunden, dass eine solche Orientierung wegen der zunehmend unzureichenden kurativen Mühen mehr als notwendig und auch noch kostengünstig ist.
Eine Vielzahl entsprechender Möglichkeiten bietet sich an und ist empirisch hinreichend erprobt. Beispiele aus diesen Möglichkeitsräumen werden zeigen, dass sich im Rahmen von kontextuell unterstützten Maßnahmen

  • durch Kompetenzsteigerungen Lebenswege und Lebenslagen verändert werden können,
  • die Vielzahl der psychisch belastenden Krisen besser zu bewältigen sind (z.B. auch der Risikofaktor Einsamkeit),
  • viele psychische Störungen und soziale Probleme vermieden werden können (z.B. mit Hilfe sozialraumorientierter Maßnahmen),
  • Community Development zu einem resilienten Empowerment führen können (veranschaulicht an einem gemeindegetragenen Suchtpräventionsmodellprojekt in Luxemburg von Uwe C. Fischer).

Trotz solcher und anderer vielversprechender Perspektiven wird am Ende die Frage stehen, warum davon so wenig in Deutschland angeboten wird.

Termin: Mittwoch 15. September 2026, 18:30 – 20:00 Uhr; Online

Infos und Anmeldung auch für interessierte Nicht-BDP-Mitglieder auf der bdp-Homepage.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe.